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Stockholm

Musik: Jan Blomqvist – Time Again (Peer Kusiv Remix)

Es wurde mal wieder Zeit für einen Kurztrip, der letzte Urlaub im Juli war schon viel zu lange her 😉 Weil ich meine neu erworbenen Schwedisch-Kenntnisse ausprobieren wollte (ich lerne seit einem Jahr an der VHS), hieß das Ziel: Stockholm.

Los gings am Mittwoch Mittag, nachdem uns eine Kollegin mit Zwischenstopp Katzenpension am Flughafen abgesetzt hatte.
Überraschung 1: Statt der üblichen kleinen Boing mit je 3 Sitzplätzen links und rechts vom Gang gabs ne kleine schnuckelige Maschine mit je 2 Plätzen. Hatte eher was von Busfahren 😉
Überraschung 2: Ansage des Co-Piloten, dass sie grade aus Stockholm kommen und da angenehm kuschlige… 4 Grad… sind. Brrrr!
Bei unserer Ankunft knapp 2h später warens dann immerhin 7 Grad. Und Regen. Naaaa toll.

Mit dem Arlanda Express sind wir dann in schnellen 20 min vom Flughafen zum Hauptbahnhof gedüst, von dort gings nach einigem Hin- und Herüberlegen, ob sich die ÖPNV-Karte lohnt oder nicht (tut sie), mit eben selbiger via Tunnelbana zum Hotel. Einchecken, kurz frisch machen und direkt wieder in die Stadt.
Mit Tunnelbana und Straßenbahn sind wir auf die Insel Djurgården im Osten Stockholms (die Stadt besteht aus 14 größeren und kleineren Inseln). Dort gibt es mehrere Museen, unter anderem das Nordiska Museet (Nordisches Museum), welches immer mittwochs ab 17 Uhr freien Eintritt hat 🙂 Da gabs auf 4 Etagen alles zu schwedischen Möbeln, schwedischem Geschirr, schwedischen Traditionen, schwedischen Klamotten, schwedischen….wie immer sagen Bilder mehr 😉

 

Als wir kurz vor um 8 raus sind, hatte immerhin der Regen inzwischen nachgelassen. Dafür wars natürlich draußen schon dunkel. Zumindest der Himmel, dafür gabs umso mehr Licht in den Häusern und auf den Straßen.

 

Wir sind dann zu Fuß Richtung Södermalm, einer Insel zwischen der Altstadt Gamla Stan und unserem Hotel auf dem Festland. Im dortigen Studentviertel SoFo gibts auf den Kneipenmeilen ein reichhaltiges Angebot an Speis und Trank, so dass wir uns das verhältnismäßig günstigste raussuchen konnten. Burger mit Pommes für um die 10 Euro, dazu noch ein Getränk. Oder zwei. 😉
Im Anschluss gings noch für nen Absacker in die nächst gelegene Bar, die mittwochs auch freien Eintritt hatte. Leider schien bei der sehr basslastigen Elektro-Mugge die Luft raus zu sein 😉

Weils am nächsten Tag immer noch geregnet hatte, wollten wir nix draußen machen. Beim ausgiebigem Frühstück im Hotel entschieden wir uns für einen Besuch auf Schloss Drottningholm, dem Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Kurz noch am Kiosk nebenan das Nötigste gekauft – Wasser, Bonbons und Kippen für die Freundin, die mit ihrem Freund mit war. Die ideale Gelegenheit füts Schwedischsprechen 🙂 Und wenn ich mich bei den Münzen nicht vertan hätte, wäre ich auch gar nicht als Touri aufgefallen. Der komplette Einkauf auf Schwedisch! Das macht doch gute Laune für den Tag 😉

Der einfachste, schnellste und schönste Weg zum Schloss war per Boot, welches am Stadhuset ablegt. Also sind wir zur Tunnelbana-Station Gullmarsplan in der Nähe des Hotels gelaufen, um dort von der Meldung begrüßt zu werden, dass die Station evakuiert wird 🙁 Erst standen wir noch kurz mit einigen anderen ungläubig am Bahnsteig, weil wir die nächste Bahn noch nehmen wollten. Aber als die durchfuhr und Polizei rumlief, sind wir auch raus. Scheint ernst gemeint zu sein. Was nun? Zur nächsten Station laufen. Im Regen. Natürlich. Dort angekommen, gleiches Spiel: Tunnelbana-Station gesperrt. Also wieder an die Oberfläche und in den Bus Richtung Stadhuset. Im Bus haben wir dann auch erfahren, was los war:
Es gab am Donnerstagmorgen zwei Raubüberfälle auf Wechselstuben, eine in der Innenstadt und eine an unserer Station Gullmarsplan. An beiden Orten wurden dann auch noch „tickende Pakete“ gefunden, was zur Evakuierung geführt hat. Zum Glück ist keinem was passiert, und die Pakete erwiesen sich nach der Unschädlichmachung als Attrappen. Da sind wir grade mal für 36h in Stockholm und dann sowas.
Nunja, der Bus ist gut durch städtische Chaos gekommen, so dass wir noch das 12 Uhr-Boot erwischt haben. Nach ner knappen Stunde Fahrt sind wir dann am Schloss angekommen:

 

Da nicht das ganze Schloss für Besucher zugänglich ist und der Park dank Regen auch nicht grade zum Lustwandeln einlud, waren wir nach knapp anderthalb Stunden mit der Besichtigung durch. Da die Boote aber nur aller 2h fahren, haben wir noch einen gnadenlos überteuerten Touri-Kakao im nahegelegenen Café getrunken.
Um 3 gings mit dem letzten Boot des Tages wieder Richtung Stadtzentrum, eine Tour durch die inneren Schären inbegriffen.

 

Den Nachmittag haben wir dann in DER Touri-Ecke schlechthin verbracht: Gamla Stan, die Altstadt. Aber dafür gabs auch schöne alte Häuschen aus dem Mittelalter. Mit grauem Himmel, dafür endlich mal ohne Regen.

 

Abends gings dann wieder nach SoFo in die gleiche Kneipe zum Essen, die diesmal um einiges leerer als am Mittwoch war. Danach noch je ein Bier in einer der Nachbarkneipen und gegen Mitternacht wieder ins Hotel.

Auf dem Weg zum Flughafen am nächsten Morgen schien die Sonne. Bei strahlend blauem Himmel. Hmpf.
Aber nichtsdestotrotz wars ein schöner Kurztrip, der uns auch viel länger als die knapp 3 Tage vorkam. Die Stadt lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn sie am Ende eine typische Großstadt ist. Gut war, dass wir nicht nur Touris um uns hatten, wie das vielleicht am Wochenende der Fall gewesen wäre.

Schweden, wir kommen auf jeden Fall wieder! Hejdo och vi ses nästa sommar! 🙂

Luxemburg

Musik: Miike Snow – Black & Blue

Da wohnen wir hier schon grenznah im Rheinland und kennen außerhalb eines 30km-Radius‘ so gut wie nix. Das müssen wir ändern, dachten wir uns, und so kam der örtliche Autoverleiher mal wieder in den Genuss unserer Kundschaft. Vor knapp 3 Wochen gings für nen Tagesausflug nach Luxemburg-City.
Nach knapp 2,5h Fahrt waren wir an der Stadtgrenze und knapp 15 Minuten (und eine Runde durch die Innenstadt) später war auch endlich ein Parkplatz gefunden. Von dort haben wir dann zu Fuß bei strahlendem Sonnenschein das doch recht überschauliche Städtchen erkundet.
Erst sind wir in die Kathedrale Notre-Dame,…

…danach gings weiter zum Justizviertel mit Blick auf die ehemalige Festung und das Viertel Grund (lux. Gronn), was schon im Mittelalter bewohnt war.

Von dort sind wir dann durch die Oberstadt Richtung Bockfelsen mit der Festung geschlendert, von der nach der Schleifung Mitte des 19. Jahrhunderts leider nicht mehr allzu viel übrig war. Dafür gabs von dort oben nen schönen Blick über die Stadt.

Alles in allem waren wir nach gut 3h durch. Die alten Gemäuer sind schon recht hübsch anzusehen, allerdings standen in der Oberstadt (quasi dem Zentrum) einige Häuser abseits der Touri-Straßen leer, was wohl den vielen Pendlern geschuldet ist, die zwar in Luxemburg arbeiten, aber außerhalb leben.
Was ich auch optisch gewöhnungsbedürftig fand, waren die vielen 70er und 80er-Jahre-Bauten zwischen den ganzen Gründerzeit- und Jugendstilhäusern. Hat irgendwie nicht in das Gesamtbild gepasst. Dafür ist die Stadt recht grün, was dem Auge ja auch ganz gut tut.

Ka kite ano, Aotearoa

Tja, nun ist es soweit – in einer Stunde gehts heimwärts. Heute Mittag sind wir schon von Christchurch nach Auckland geflogen, da gabs nochmal Südinsel von oben und Nordinsel unter Wolken.
18:50 Uhr geht der Flieger von Auckland über Melbourne nach Dubai, von dort dann morgen (Mittwoch) früh weiter nach Frankfurt. Was freu ich mich schon auf die 20h Flug 😉

Schön war unser Urlaub hier, nur viel zu schnell vorbei. Aber: we’ll be back! 🙂

See ya New Zeeland 🙂

Christchurch oder was davon übrig ist

Die Busfahrt vom Campervan-Vermieter nach Sumner gestern hat uns ja schon einen Eindruck von Christchurch vermittelt. Heute gings ins City Centre, uns mal zu Fuß umguggen.
Die Aufräumarbeiten vom Beben von vor 2 Jahren sind mittlerweile so gut wie abgeschlossen, nun gehts langsam ans Wiederaufbauen. Derzeit gibts ziemlich viele Parkplätze auf den Brachflächen 😉
Rund um die Kathedrale ist Sperrgebiet, die „red zone“. Dahin darf kein Fußgänger, es gibt aber stündlich Bustouren dahin mit Erklärungen. Die Schlange war uns aber zu lang, also sind wir rumdrum gelaufen.

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Genug der Worte, Bilder sagen eh mehr.

Sumner und der Weg dahin

Das letzte Camperfrühstück begann mit Sonnenaufgang über den Bergen und dem Kreuzfahrtschiff „Pacific Dawn“ in der Bucht von Akaroa.

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Von der Banks Peninsula gings gestern über die Summit Road wieder Richtung Festland, inklusive Aussichten auf diverse Buchten.

Gegen Mittag waren wir in Sumner angekommen, ins Hotel konnten wir aber erst ab halb 3. Zum Glück war der Parkplatz direkt am Strand, so dass wir nach dem Zusammenpacken und Aufräumen im Campervan noch den Surfern zuguggen konnten 😉

Nach dem Einchecken gings dann auch direkt zum Airport Christchurch zum Autovermieter – byebye Campervan 🙁 Die Rückfahrt mit dem Bus war dann auch gleich ne Sightseeingtour durch die Stadt, Fotos folgen.
Sumner selbst ist eher beschaulich, ich denke mal, die meisten Häuser hier sind Ferienhäuser für die Städter. Die Atmosphäre ist auch entsprechend entspannt 😉

Unser Hotel, „le petit hotel“, hat nen leicht französischen Touch, wie der Name schon sagt. Und „dank“ des Erdbeben haben wir nun auch Meerblick 🙂

A propos Erdbeben: auch in Sumner haben nicht alle Häuser das Wackeln überstanden. Aber wer an der Klippe baut, muss wohl risikofreudig sein.
Die Absperrmethode umfasst hier neben normalen Bauzäunen auch die stärkere Variante: Schiffscontainer 😉

Sonntags ist in Neuseeland scheinbar auch Ausfahrtag – da werden die Oldtimer gewienert und man sieht viele Autos aus den 20ern und später auf der Straße. Schick 🙂

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Die Route auf der Karte sieht so aus:

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