Schlagwort-Archiv: Bastelstunde

Mexikanische Spielchen

Musik: Zomby – Labyrinth

Vor einiger Zeit feierte eine Freundin Hochzeit und da sie sich vor allem Bares gewünscht hat (was will man auch mit all dem Krempel), stand die Frage der Verpackung im Raum.
Ich bin generell kein großer Freund von Geld-in-nen-Umschlag-stecken-und-verschenken und außerdem bastel ich ja gern. Weil das liebe Brautpaar aber auch bissl was für seine Kohle tun sollte, hab ich mal bei meiner Lieblings-Online-Pinnwand nach Ideen gesucht. Und siehe da – eine Pinata sieht doch ganz nett aus.
Die Zwei wollten ihre Flitterwochen in Kanada verbringen, also sollte das Ganze auch irgendwie damit zu tun haben. Da ich son Ding aber noch nie gemacht hatte, wollte ichs auch nicht gleich zu kompliziert machen und entschied mich für die recht einfache Luftballon-Variante. Einfach im Sinne der Optik, weniger des Aufwandes 😉
Also bin ich zum Bastelladen und hab erstmal eingekauft:

Alle, die wissen, wie man sowas macht, können jetzt beruhigt zum Ende scrollen 😉 Für alle anderen (und mein löchriges Gedächtnis) hier kurz wie ich vorgegangen bin:
1. Zeitung in ungefähr gleich große schmale Streifen schneiden oder reißen.

2. Luftballon aufpusten. Da meiner recht groß war, hab ich ne Pumpe genommen 😉

3. Kleister anrühren. Man kann wohl eine Mehl-Wasser-Pampe mixen, ich habs mir einfach gemacht und Tapetenkleister genommen.

4. Luftballon fixieren (irgendwo hinhängen oder draufstellen).

5. Die einzelnen Zeitungsstreifen ordentlich mit Kleister einschmieren und kreuz und quer auf den Ballon kleben.

Nach den ersten Lagen sieht das Ganze ungefähr so aus:

6. Über endgültige Befestigung Gedanken machen.
Ich wollte die Besteftigungsbänder direkt einbauen. Es gibt auch die Variante, am Ende oben kleine Löcher reinzuschneiden und dort Bänder dranzuknoten. Da die Pinata aber mit Münzen gefüllt werden sollte und ich mir wegen des Gewichts unsicher war, hab ich die Bänder direkt mit eingeklebt.

Damit das besser hält, kam daher als nächstes selbstklebendes Fugenband zum Einsatz:

7. Weiter mit Zeitungsstreifen bekleben.

8. Ggf. zwischendurch eine Nacht durchtrocknen lassen.
Muss man nicht, schadet aber auch nicht.

9. Je nach Bedarf beliebig viele Lagen Zeitungsstreifen draufkleben. Normalerweise macht man wohl 3-4, bei mir warens am Ende ca. 10. Muss ja auch bissl Gewicht aushalten 🙂
Die letzte Schicht sollte weißes Papier sein, das macht den nächsten Schritt einfacher.

Wenn alle Lagen trocken sind, gehts ans….
10. Dekorieren.

Hier hab ich normales Krepppapier zerschnitten und mit Kleister in Form des kanadischen Ahornblattes draufgeklebt. Man kann die Pinata aber auch einfach bemalen – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

11. Ergebnis bewundern und Ballon entfernen.

Nachdem alles wieder gut durchgetrocknet ist (über Nacht), kommt der Ballon raus. Am besten am Knoten (oder wie auch immer man ihn zugemacht hat) leicht nach oben ziehen, unterhalb abschneiden und laaaaaaaangsaaaaaam die Luft entweichen lassen. Langsam deshalb, damit sich die untersten Schichten Zeitungsspapier nicht mit vom Rest ablösen, sondern im Idealfall nur der Ballon vom Papier.

12. Befüllen.

Am Schluss die Hülle noch Befüllen – ich hab Konfetti, Luftschlagen und Münzen genommen, es bieten sich aber auch Süßigkeiten etc. an.

Tadaaaa! 🙂


(Leider hatte es geregnet, so dass die Pinata im Bad austrocknen musste 😉 )

Das Brautpaar hatte übrigens alle Mühe, das Ding kaputt zu kriegen 😉 Das Treffen mit verbunden Augen ging ja noch, aber vielleicht waren 10 Lagen doch etwas zu gut gemeint. Es kam die Frage auf, ob ich die Pinata aus Beton gegossen hätte 😀

Weltraumfantasien

Musik: Solee – Reflect

Nachdem ich mir dank des Probeballs vorstellen konnte, wie groß 10 cm Durchmesser wirklich sind, hab ich meine angepeilten Planetengrößen für das Mobile nochmal umgestellt 😉
Die passenden Stoffe hatte ich mittlerweile auch bestellt, die Oberflächen sollten sich ja halbwegs an den realen Gegebenheiten orientieren.
Als erstes gings an die Schnittmuster für die anderen Größen. Die Relationen sollten auch möglichst realitätsnah sein, also entschied ich mich für folgende Durchmesser:

Merkus und Mars jeweils 8 cm,
Venus und Erde jeweils 10 cm,
Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun jeweils 12 cm,
Sonne 15 cm.

Der Rest war dann das gleiche wie beim Probeball: Segmente zuschneiden, zusammennähen, ausstopfen.

 

Für die Erde gibts hier noch ne Besonderheit: ich will aus grünem Stoff die Kontinente draufnähen. Das wird bestimmt ne schöne Fummelei 😉

Balla Balla

Musik: Solomun – The Way Back

Aus gegebenem Anlass – naja, eigentlich ist der Anlass nicht mehr ganz so neu 😉 – beschäftige ich mit derzeit mit Babykram.
Da ich aber auch hier das Schicksal aller meine Klamottenprojekte schon am Horizont leuchten sah (= liegt bis zur Fertigstellung erstmal ewig rum), wollte ich mit was Einfachem anfangen. Ein Mobile. Also so ein Gestell, was über dem Bettchen hängt und lustig hin- und herschaukelt. Aus Papier gebastelte fand ich nicht so toll, sollte schon was aus Stoff sein.

Mir schwebte da was Weltraummäßiges vor, Raumschiffe oder Planeten oder so…..Planeten…hm…..warum nicht? 🙂
Also das Sonnensystem. Unseres, nicht irgendein Fantasiedingens. Da ich aber keine Ahnung hatte, wie groß ich die Planeten am besten mache, wollte ich nen „Probe-Ball“ nähen.
Im Netz fand ich dann diese tolle Anleitung. Ich hab mich für den Testlauf für 6 Segmente und 10cm Durchmesser entschieden. Dank Anleitung ging das Erstellen des Schnittmusters recht flott…

…und auch für den Zuschnitt hatte ich von der Rautendecke ja noch ne Menge Stoff übrig.
Zunächst hab ich immer zwei Segmente zusammengenäht und die Ränder mit der Zackenschere geschnitten. Danach das Ganze dann unter viel Fummelei (so groß sind die Einzelteile ja dann doch nicht) zusammengenäht…

Wichtig hier: natürlich eine Öffnung zum Wenden lassen 😉

Schließlich hab ich den Ball noch mit Bastelwolle ausgestopft und die Wendeöffnung mit Hand zugenäht.
Tadaaaaa!

Weihnachtlicher Nachtrag

Musik: Boris Brejcha – Purple Noise

Die letzten Tage, Wochen, Monate ist hier nicht viel passiert, was aber nicht heißt, dass ich unproduktiv war. Mir fehlte nur irgendwie der Sinn fürs Dokumentieren. Aber das hole ich jetzt nach und fange direkt mal – quasi kurz vor Ostern – mit einer weihnachtlichen Bastelei an 😉

Aller zwei Jahre sind wir arbeitsbedingt zu Weihnachten nicht bei der Familie und dann will ich wenigstens Karten schreiben. Weil mir die Karten im Handel dieses letztes Jahr zu nichtssagend waren, hab ich meinen neuen Freund Pinterest gefragt, ob er denn nicht ein paar Ideen hätte. Und wie er die hatte!
Das Ergebnis sieht man hier:

Alle Karten waren total schnell gebastelt und ich hatte zum Glück (bis auf die Kartenrohlinge) auch alles da.
Vielleicht trotzdem noch kurz ein paar Worte zur Herstellung:

Für die blaue Karte ganz links hab ich einfach ein Stück blauen Karton auf eine weiße Karte geklebt und das ganze mit Zwirn-Schneeflocken verziert.

Die schwarze Karte wird ähnlich hergestellt – einfach an den Rändern in der gewünschten Form kleine Löcher vorstanzen, farbigen Zwirn zusammen in eine Nadel fädeln und das Muster verbinden.

Für die Karten mit den Weihnachtskugeln hab ich bunte Knöpfe in verschiedenen Größen auf Karton geklebt und die Schnüre drangemalt.

Die Sternkarte hat bissl mehr Vorbereitung gebraucht. Da ich im Stern-frei-Hand-zeichnen nicht besonders gut bin, hab ich mir erst eine Schablone gebastelt und mit dieser dann die Sterne aus buntem Papier ausgeschnitten. Aufkleben, fertig.

Nun noch die Innenseiten beschriften, eintüten und abschicken 🙂

Auf leisen Sohlen

Musik: Minilogue – The Leopard (Extrawelt Rmx)

Auch wenn hier die letzten Wochen nicht viel (bzw. gar nichts) passiert ist, heißt das nicht, dass ich handarbeitstechnisch faul wäre. Aber wie das bei mir so ist, wenn ich mit einem Projekt nicht vorankomme – ich fange ein Neues an.
Da wäre zum Beispiel die Rautendecke. Die große Fummelarbeit mit den einzelnen Rauten ist fertig, nun steht das Steppen an. Aber bevor das losgehen kann, muss ich am inneren Rand noch kleinere Rest-Rauten annähen und da fehlt mir im Moment die Motivation. Also erstmal zur Seite gelegt.
Zwischendurch ging mir noch meine Sporthose kaputt. Für eine neue fehlte mir jedoch der Jersey samt passender Nadel. Ein willkommener Grund also, neuen Stoff zu bestellen 😉 Den Schnitt hab ich von der alten Hose abgenommen, allerdings hatte ich sie dafür nicht aufgetrennt, was mir beim Zusammennähen der neuen auf die Füße gefallen ist. Die Passform ist nicht optimal, aber zum Glück reicht der Stoff noch für einen zweiten Versuch. Fotos gibts dann, wenn die andere auch fertig ist. Also vermutlich im Jahr 2035. Ähem.
Weil das Nähen alleine auf Dauer ja öde ist und ich noch nicht genug Ideen angefangen hatte, gibts das gleiche Schauspiel an der Strickfront. Mein Freund hat im September beim Klamotten kaufen eine Strickjacke anprobiert, die ihm richtig gut gefallen hatte. Allerdings waren die Ärmel leider etwas zu kurz für den Preis und so hab ich angeboten, ihm die Jacke quasi auf den Leib zu stricken. Wir hatten uns dann 3 verschiedene Garne vom Garndealer meines Vertrauens zur Ansicht schicken lassen und uns für eine Farbe namens Thymian entschieden. Geht leicht ins grüngraue und steht ihm wirklich hervorragend 🙂
Die Jacke im Laden hatte normal angenähte Ärmel, das fand ich aber zu einfach. Ich hab mich für Raglanärmel entschieden und zwar so, dass die Jacke aus einem Guss ist. Ohne Seitennähte, komplett in einem gestrickt. Inzwischen bin ich beim Körper fast unten angekommen, im Moment stricke ich gerade die Seitentaschen ein. Eigentlich hatte ich vor, den Strickteil bis Jahresende fertig zu haben, aber das wird wohl nichts. Soviel ist ja nicht mehr bis Jahresende….Strickteil deshalb, weil ich innen noch Sweatshirtstoff als Innenjacke einnähen werde, so ist die Jacke nicht ganz so luftig.
Für Fotos ist das Licht grade leider nicht so passend, aber die reiche ich natürlich noch nach 😉

Kommen wir jetzt aber mal zu etwas, das tatsächlich fertig ist 😉 Ist allerdings auch nicht schwer angesichts der Größe. Ein Kollege von mir ist im September zum zweiten Mal Papa geworden und hat uns zum „Baby pinkeln“ eingeladen. Was bot sich als Geschenk eher an, als für warme Füßchen zu sorgen? 🙂 Das Modell ist übrigens das Gleiche wie hier.
Und weil ich die Geschenkschachtel so weiß ziemlich öde fand, hab ich mich noch künstlerisch betätigt 🙂

Die Katzen gabs übrigens nicht dazu, die bleiben hier 😉