Kategorie-Archiv: Umhängetasche

Mal ordentlich die Taschen vollhauen

Musik: Booka Shade – Donut (Gui Boratto Remix)

…. kann man bei diesem Exemplar besonders gut 😉
Die WickelUmhängetasche ist F-E-R-T-I-G! Ist sie nicht schön geworden?

Im Vergleich zum Originalschnitt (Modell 150) aus der burda style 03/2011 hab ich bissl was geändert, schien mir einfach praktischer.
Zum Einen fehlen an den Seiten außen die Einstecktaschen, weil mir die zu sehr aufgetragen haben. Außerdem hab ich den Tragegurt an den Metallschnallen noch verstärkt (auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn), nun kann auch bei schwerem Inhalt nichts rausreißen.
Zum Anderen hab ich das Innenleben anders gestaltet als vorgesehen. Ich hab nämlich zur Stabilitätsverstärkung zwischen Außen- und Futterstoff noch eine Lage Filz eingebaut. Gefällt mir so besser, wenn das Ganze nich so instabil wirkt. Bei der Innenverarbeitung gabs auch noch ne kleine Änderung: Laut Schnitt sollten Außenstoff und Futter zusammen mit Schrägband eingefasst werden. Ich habs versucht, ehrlich!

Weil mir das aber a) zuviel Gefummel war (Schrägband um Kurven nähen ist wirklich nicht mein Ding) und b) das ganz schön dick wurde durch den Filz, hab ich das Futter klassisch so ge- und vernäht, dass man die Nähte nicht sieht.

Die Tasche kommt diese Woche auch schon zum Einsatz, ich darf nämlich 2 Tage auf Dienstreise. Und für Kurztripgarderobe ist die Größe ideal.

Philosophisches Nähquartett

Musik: Extrawelt – Breedle (Original Mix)

Nähen hat ja durchaus was Entspannendes, gar Meditatives an sich. Und seit ich mich den gängigen Handarbeiten, vor allem mit Nadel und Faden, widme, lerne ich mich selbst auch immer besser kennen. Beispielweise scheine ich dazu zu neigen, wenns allzu kniffelig wird oder mir wichtige Zutaten fehlen, was Neues anzufangen. Bestes Beispiel: die Rautendecke. Das Vorderteil ist fertig, das Vlies ist da, die Rückseite ausgesucht. Was noch fehlt, ist das Ganze zusammenzusteppen. Ursprünglich hatte ich auch schon die Ränder angenäht, bis mir auffiel, dass man die ja eigentlich auch wie beim Schrägband zum Einfassen nehmen könnte. Also alles wieder auftrennen. Ich hab ja Zeit.
Zum Steppen habe ich dann letztens versucht, das Stoffpaket unter die Nähmaschine zu stopfen – allerdings mit mäßigem Erfolg. Sie hat zwar genäht, das Ergebnis hat mich aber so überhaupt nicht überzeugt, so dass ich das ganze Geraffel wieder aufgetrennt hab. Nächster Schritt wäre nun das Quiltpaket ordentlich aufeinanderzulegen, zu markieren und von Hand zu steppen. Und genau diese 3 Schritte schiebe ich nun schon wieder 2 Wochen vor mir her. Woran scheiterts? An vielen fadenscheinigen Ausreden 😉 Kein Platz, die Katzis legen sich immer drauf, unhandlich etc. pp. Ähem.
Derzeitiger Stand: Warteschlange. Auf dem Bild übrigens noch mit angenähten Rändern.

Was also tun? Richtig. Was Neues.

Nächstes Projekt: der Blazer.
Ich bin seit einigen Jahren Blazerfreund. Problem ist allerdings, dass die Dinger von der Stange irgendwie auf Kriegsfuß mit meinen Proportionen stehen. Glücklicherweise liefert mein Fundus an Schnittmusterheftchen ein paar gute Anregungen; entschieden habe ich mich für Modell 127 aus der burdastyle 11/2012.
Da ich aber auch hier mit den Maßen auf Nummer Sicher gehen will, gibts zunächst ein Probestück. Also den Papierschnitt unter fachkundiger Anleitung erstellt…

… auf den Probestoff übertragen, zugeschnitten und genäht. Bis, ja bis ich den Kragen nähen wollte. Irgendwie ist mir noch nicht ganz klar, wie der angesetzt wird; auch Ansichtsexemplare aus meinem Schrank helfen nicht wirklich weiter.
Derzeitiger Stand: Warteschlange.

 

Um bei meinem in-Ruhe-nachdenken keinen nähtechinschen Leerlauf zu haben gab es – richtig, was Neues.

Zur Abwechslung mal kein Nähkram, sondern Häkelkram. Ist für mich ja wollmäßiges Neuland, aber ich dachte mir, so schwer kann das nicht sein. Ist ja quasi wie Stricken mit einer Nadel 😉 Letzter Schrei sind ja derzeit Häkelpuppen und -figuren quasi aus einem Guss, genannt Amigurumi. Eine Bekannte ist großer Eulenfan, also sollte es eine Eule werden. Dank Internet hatte ich auch schnell eine Anleitung gefunden. Für die angepeilte Größe gabs dann zum Glück auch noch genügend Wollreste, also konnts gleich losgehen.
Am Anfang war ich ja noch skeptisch, ob das wirklich irgendwann nach oben geht, also eine Art Beutel wird, aber irgendwie hats doch funktioniert.
Für den allerersten Häkelversuch find ichs gar nicht mal so übel. Zwar alles bissl zu straff und zu fest, aber so hälts wenigstens zusammen 😉

Uuuund: die Eule ist fertig 🙂 Sogar schon verpackt, versandt und gut beim Empfänger angekommen. Im wahrsten Sinne 😉
Derzeitiger Stand: FERTIG

Weil mir für den Blazerkragen aber immer noch keine Lösung eingefallen war und ich mal wieder Lust auf was eher einfaches hatte, gabs das:
Nächste Projekt: Tasche

Ich finde Taschen, die eigentlich nur aus einem großen Beutel bestehen, ziemlich unpraktisch. Da fliegt alles drin rum, verliert sich irgendwann in den Tiefen der Raumzeit (oder was weiß ich) und ward nie wieder gesehen. Also was mit vielen praktischen Fächern wär gut. Auch hier gabs schnell was aus meinem Schnittmusterfundus: Tasche 150 aus der burdastyle 03/2011. Es handelt sich zwar um eine Wickeltasche, aber ich denke, die Tasche lässt sich sicher auch für andere Zwecke hervorragend nutzen 😉
Das Schöne ist hier, dass ich quasi alles da hatte: Außenstoff, Futterstoff, Reißverschluss, Schrägband für die Kanten. Sogar Filz, den ich zwischen Außen- und Futterstoff nähen wollte, um dem Ganzen mehr Stabilität zu verleihen.
Also aufgemalt, zugeschnitten und losgenäht:


Das ist der derzeitige Stand. Wir erinnern uns – ich habe alles da. Alles. Bis auf Metallschlaufen für das Umhängeband. Ich dachte mir, das ist Standardware, also auf zum lokalen Kurzwarendealer. Fehlanzeige. Also im Internet geguggt. Auch hier in den gängigen Onlineshops: Pustekuchen. Also bin ich gestern in nen Baumarkt und hab mir karabinerähnliche Verbinder gekauft. Sind zwar recht schwer im Vergleich zu den vorgeschlagenenen D-Ringen, aber die halten ganz sicher was aus.

Die werd ich heute mit den dafür genähten Schlaufen verheiraten und dann kann ich die Tasche soweit fertig nähen. In der Zwischenzeit hab ich sicher auch noch den Regulator gefunden, den ich für das Umhängeband und dessen Längenverstellung brauche. Wenn ich nicht in der Zwischenzeit was Neues anfange, Ideen hätte ich genug. Und Stoff. Sogar schon gewaschen. Ähem 😉