Kategorie-Archiv: Neuseeland

Ka kite ano, Aotearoa

Tja, nun ist es soweit – in einer Stunde gehts heimwärts. Heute Mittag sind wir schon von Christchurch nach Auckland geflogen, da gabs nochmal Südinsel von oben und Nordinsel unter Wolken.
18:50 Uhr geht der Flieger von Auckland über Melbourne nach Dubai, von dort dann morgen (Mittwoch) früh weiter nach Frankfurt. Was freu ich mich schon auf die 20h Flug 😉

Schön war unser Urlaub hier, nur viel zu schnell vorbei. Aber: we’ll be back! 🙂

See ya New Zeeland 🙂

Christchurch oder was davon übrig ist

Die Busfahrt vom Campervan-Vermieter nach Sumner gestern hat uns ja schon einen Eindruck von Christchurch vermittelt. Heute gings ins City Centre, uns mal zu Fuß umguggen.
Die Aufräumarbeiten vom Beben von vor 2 Jahren sind mittlerweile so gut wie abgeschlossen, nun gehts langsam ans Wiederaufbauen. Derzeit gibts ziemlich viele Parkplätze auf den Brachflächen 😉
Rund um die Kathedrale ist Sperrgebiet, die „red zone“. Dahin darf kein Fußgänger, es gibt aber stündlich Bustouren dahin mit Erklärungen. Die Schlange war uns aber zu lang, also sind wir rumdrum gelaufen.

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Genug der Worte, Bilder sagen eh mehr.

Sumner und der Weg dahin

Das letzte Camperfrühstück begann mit Sonnenaufgang über den Bergen und dem Kreuzfahrtschiff „Pacific Dawn“ in der Bucht von Akaroa.

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Von der Banks Peninsula gings gestern über die Summit Road wieder Richtung Festland, inklusive Aussichten auf diverse Buchten.

Gegen Mittag waren wir in Sumner angekommen, ins Hotel konnten wir aber erst ab halb 3. Zum Glück war der Parkplatz direkt am Strand, so dass wir nach dem Zusammenpacken und Aufräumen im Campervan noch den Surfern zuguggen konnten 😉

Nach dem Einchecken gings dann auch direkt zum Airport Christchurch zum Autovermieter – byebye Campervan 🙁 Die Rückfahrt mit dem Bus war dann auch gleich ne Sightseeingtour durch die Stadt, Fotos folgen.
Sumner selbst ist eher beschaulich, ich denke mal, die meisten Häuser hier sind Ferienhäuser für die Städter. Die Atmosphäre ist auch entsprechend entspannt 😉

Unser Hotel, „le petit hotel“, hat nen leicht französischen Touch, wie der Name schon sagt. Und „dank“ des Erdbeben haben wir nun auch Meerblick 🙂

A propos Erdbeben: auch in Sumner haben nicht alle Häuser das Wackeln überstanden. Aber wer an der Klippe baut, muss wohl risikofreudig sein.
Die Absperrmethode umfasst hier neben normalen Bauzäunen auch die stärkere Variante: Schiffscontainer 😉

Sonntags ist in Neuseeland scheinbar auch Ausfahrtag – da werden die Oldtimer gewienert und man sieht viele Autos aus den 20ern und später auf der Straße. Schick 🙂

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Die Route auf der Karte sieht so aus:

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Akaroa, Banks Peninsula

Heute gabs die letzte große Tour mit unserem Motorhome, von Kaikoura auf die Banks Peninsula vor Christchurch. Auf dem Weg waren wieder die mittlerweile schon üblichen Landschaftsaussichten auf Weiden, Hügel, Berge, Wälder und Flüsse zu sehen:

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Kurz vor Christchurch wurde der Verkehr etwas dichter, was hier heißt, dass mal mehr als 3 Autos gleichzeitig zu sehen waren. Ist aber auch Wochenende, in der Woche und/oder Rush Hour sieht das sicher auch anders aus.
An Christchurch vorbei gings nach Lyttelton, in dessen Nähe das Epizentrum des schweren Erdbebens im Februar 2011 lag. Einige Baustellen waren immer noch mit „earthquake damage“ beschildert. Die weitere Strecke auf die Banks Peninsula führte uns hoch über der Küstenlinie lang, inklusive Panoramablick über Lyttelton Harbour, wo das ursprüngliche Christchurch gegründet wurde, bevor man feststellte, dass der Platz dort zu begrenzt sein könnte 😉

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Als wir die Passstraßen auf der Halbinsel hinter uns hatten, konnten wir (nach ca. 1h Geschlängel durch 35km/h-Kurven) auch schon Akaroa in der Bucht unter uns erkennen:

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Die gesamte Banks Peninsula ist übrigens ein ehemaliger Vulkan, Akaroa Harbour und Lyttelton Harbour sind frühere Krater, die mit Wasser vollgelaufen sind. Unser Campingplatz liegt auch an nem Berg, so dass wir noch bissl die Aussicht genießen können 🙂

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Akaroa selbst ist normalerweise ein gemütliches Fischerdörfchen, im Sommer auch gern mal Touri-Hochburg. Heute allerdings war dank eines Fahrradrennens richtig viel Betrieb. Wir haben uns auf dem Hinweg schon über die „Bekloppten“ gewundert, die in der Mittagshitze die Passstraßen hochgestrampelt sind….ich wüsste ja an nemSonnabend was Besseres 😉 Aber hat ja jeder so seine Hobbies.
Der leicht französische Einschlag (Straßennamen, Bauweise) kommt übrigens daher, weil hier ein französischer Captain 1838 für Frankreich Land von den Maoris gekauft hatte. Als ermit seinen Siedlern wieder von Frankreich zurück auf die Halbinsel hier kam, war allerdings ganz Neuseeland durch den Vertrag von Waitangi schon im Besitz der britischen Krone. Zu spät, würd ich mal sagen. Hübsch siehts hier trotzdem aus.

Tja, das wird nun die letzte Nacht im Camper. 19 Tage hat er uns gut 3000 km durchs Land getragen, nachts beherbergt, bei Regen geschützt. Schön wars 🙂

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Kaikoura

Wir haben uns zwei Nächte in Kaikoura gegönnt und das hieß heute erstmal etwas länger schlafen als wie üblich bis um 8. Frühstück gabs dann auch erst um 10, danach gings die „Stadt“ anguggen. Nach dem Schlendern durch die Einkaufsstraße sind wir immer die Küstenlinie langgelaufen, bis wir irgendwann keine Lust mehr auf das Geschlängel hatten 😉 Also wieder zurück zum Campingplatz, da wir nachmittags halb 4 ja eigentlich noch was vor hatten: Wale glotzen auf dem Meer. Wo sonst. Gestern online gebucht und so noch 10% Rabatt gesichert, sind wir pünktlichst zum Startpunkt gelaufen, um dann dort zu erfahren: Cancelled wegen zu rauher See. Hmpf. Geld gabs unkompliziert zurück, dafür waren die Ticketdamen ziemlich unmotiviert. Es gibt also auch unfreundliche Kiwis. Also zurück zum Camper und dann (diesmal mit Auto) nochmal die Küstenlinie zur örtlichen Robbenkolonie. Robben glotzen. Pustekuchen. Nur eine Robbe, dafür massenhaft Leute, die alle Fotos wollten. Hätte ich mich als Robbe ja auch im Meer versteckt. Also sind wir noch den Hügel hochgelaufen, der Aussicht wegen. Ergebnis siehe Fotos. Als kulinarischen Abschluss gabs noch lecker lokales Meeresgetier: Crayfish (Languste). Schmeckt wie ein großer Shrimp 😉
Morgen gehts weiter nach Süden, auf die nächste Halbinsel.