Kategorie-Archiv: Prag/CZ

Byebye Praha

Musik: Foo Fighters – Learn to fly

Da war ja noch was ­čśë
Am Samstag, 17.09.2011, 13:15Uhr hie├č es f├╝r mich Abschied nehmen von Prag. Mit nem lachenden und nem weinenden Auge – war ne echt sch├Âne Zeit, aber irgendwie bin ich auch froh, wieder im eignen Bett zu schlafen. Ganz zu schweigen von den Gen├╝ssen von Badewanne und Balkon ­čśë
Andererseits wars auch sch├Ân, Prag mal von ner nicht ganz so touristischen Seite zu sehen, wie mans sonst meistens bei nem Wochenendtrip erlebt. Und – oh Wunder – Tschechien hat ja noch mehr zu bieten als Prag ­čśë Liberec war toll, Plzen war toll und die Burgen und Schl├Âsser sowieso. Nur schade, dass ich dem naturverr├╝ckten V├Âlkchen nicht alles gleichtun konnte, wie beispielsweise auf einem der zahlreichen rei├čenden Fl├╝sschen paddeln oder mitm Fahrrad durch die Gegend tingeln…kann man auch alles in D machen, klar, aber irgendwie geh├Ârts dort eben dazu. Sei’s drum, es war mehr/besser, aber auch irgendwie anders als ich erwartet hatte, was auch zum gro├čen Teil an der Mentalit├Ąt lag, die ich vorher nicht wirklich einsch├Ątzen konnte.
Daf├╝r hab ich, kaum wieder zur├╝ck in D, gemerkt, was mir an den tschechischen Leutchen so gefallen hat: r├╝cksichtsvoll (da wird nicht der halbe Zug mit der eigenen Musik beschallt ­čśë ), zur├╝ckhaltend, aber nett und h├Âflich (es gab immer ein „dobry den“, ein „dekuji“ und ein „na shledanou“, egal ob beim Einkaufen, im Fahrstuhl oder sonstwo) und hilfsbereit (man stelle sich in nen Stadtplan vertieft in die Stadt…)

Auf jeden Fall ne tolle Erfahrung und schneller vorbei als man glaubt ­čśë

Gr├╝n. Und bunt.

Musik: Kollektiv Turmstrasse – Eskapade

Weil die Sonne heute so sch├Ân geschienen hat und es ├╝berraschenderweise doch w├Ąrmer war als angek├╝ndigt, gabs heute nochmal Kultur. Ich war im botanischen Garten. Wobei, eigentlich wars nur n bissl Kultur, weil ich mir nicht bei jeder Pflanze das Schildchen angeguggt hab. Stand eh fast nur in Latein und Tschechisch drauf. Aber sch├Ân sahs trotzdem aus und grade an bunten Bl├╝mchen kann ich ja eh nich vorbeigehen ­čśë
Das Tolle an dem Garten ist, dass
a) ich an der Nordseite rein bin und da sich das Areal auf nem Hang befindet, ich sch├Ân bergab laufen konnte ­čśë
b) die S├╝dseite an nen Weinberg grenzt, der wiederum am Schloss Troja liegt

Aber nun gut, der Worte sind genug gewechselt, lasst die Bilder sprechen!

Kutná Hora

Musik: Bloc Party – Hunting for witches

Gestern gings wieder ins Prager Umland, genauer gesagt 70km ├Âstlich, nach Kutn├í Hora. Wiederum ne sehr alte Stadt. Erstmals im 12. Jahrhundert erw├Ąhnt, wurde die ├Ârtliche Wirtschaft durch Silberfunde schnell angekurbelt, was allerdings dummerweise auch Neider und Kriegsvolk anlockte. Somit wars dann auch bald wieder vorbei mit Ruhm und Reichtum.
Geblieben sind allerdings einige schmucke Bauwerke (die ich mir aber nicht alle angeguggt hab, da sich die Stadt ├╝ber mehrere Kilometer erstreckt und ich etwas lauffaul war *hust*) und die wohl bekannteste Sehensw├╝rdigkeit Kutn├í Horas: das Kostnice Sedlec (Sedletz-Ossarium). Ber├╝hmt ist das Beinhaus weniger der rund 40.000 menschlichen Knochen wegen, sondern vielmehr, weil sich im 19.Jahrhundert mal einer so richtig k├╝nstlerisch austoben wollte und ca. 10.000 Knochen zu allerlei dekorativen Einrichtungselementen im Untergeschoss der Allerheiligenkirche verarbeitet hat. Das Ganze zieht nat├╝rlich Touris en masse an, was das Fotografieren etwas erschwert hat (man will ja nicht dauernd irgendwelche Leute auf den Fotos haben ­čśë ). Und leider litt auch das Flair dieses Fleckchens etwas drunter, aber den Kompromiss muss man wohl eingehen. Bin ja auch nur Touri ­čÖé

Hab diesmal auch bissl mit den Kameraeinstellungen gespielt, daher die unterschiedlichen Belichtungen und Farbt├Âne.

Plze┼ł

Musik: R├│is├şn Murphy – Overpowered

Am Freitag hatte ich frei und somit den ganzen lieben langen Tag Zeit f├╝r Sightseeing. Was also tun? Richtig, auf nach Plze┼ł. Dort gabs einiges von der im 13. Jahrhundert gegr├╝ndeten und mittlerweile viertgr├Â├čten tschechischen Stadt zu sehen (der Hauptmarkt ist wohl einer der gr├Â├čten Europas)….

…das Ganze dann auch noch 7 Meter unter der Erde, wo es so feucht war, dass es von der Decke getropft hat O.o Entsprechend glitschig war auch der Boden…

Urspr├╝nglich hatte jedes Haus in der Innenstadt zwei Kelleretagen, die dann nach und nach miteinander verbunden wurden. Diese Anlagen wurden dann zur Lebensmittellagerung, Kommunikation in Kriegs- bzw. Belagerungszeiten und Waffenlager genutzt, vor allem w├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges. Was ich auch spannend fand, waren die vielen Brunnen, die es in Pilsen gibt/gab. Und die, die man in den Kellern sehen konnte, waren alle voll mit Wasser.

Und nat├╝rlich gabs noch ne Tour in DER Sehensw├╝rdigkeit Plze┼łs schlechthin: die Pilsner Urquell-Brauerei (Plze┼łsk├Ż Prazdroj), in dem seit Mitte des 19. Jahrhunderts das helle unterg├Ąrige Pilsner Urquell gebraut wird (neben mittlerweile auch anderen Sorten wie bspw. Gambrinus). Leider war grad Schichtende und somit stand die Abf├╝llanlage still ­čÖü

Karlstejn

Musik: Vitalic – Flashmob

Weils der Schl├Âsser und Burgen noch nicht genug gab, gings am Donnerstag nach der Arbeit (ich war Mittagskind ­čÖé ) zum Bahnhof und von dort mit der Bummelbahn nach Karlstejn. Nach ner knappen Stunde Fahrt und n paar hundert Metern zu Fu├č sah man schon das Anwesen auf dem Berg thronen.
Nach weiteren (nicht enden wollenden) hundert Metern bergauf gings dann durch die zwei Tore in den Innenhof und dann mit ner gef├╝hrten Tour und leider ohne Fotos durch die Burg. Aber daf├╝r gibts genug von der Au├čenansicht:

Die Burg wurde im 14. Jahrhundert von Karl IV. gegr├╝ndet; der Bau ging ├╝ber mehrere Etappen, begonnen wurde mit dem am tiefsten gelegenen Teil der Burg, dem „Wasserturm“. Insgesamt wurde ├╝ber 10 Jahre an der Anlage gebaut, sie wurde dann vorwiegend als Schatzkammer von Karl IV: genutzt. ├ťber die Zeit gabs zahlreiche Umbauten und Restaurierungen, auch um kriegerische Spuren zu beseitigen. Die Hauptangriffsrichtung war ├╝brigens aus Norden, daher ist die Mauer des gro├čen Turms dort 7 Meter dick und nicht 4 Meter, wie an den anderen Seiten.