Kategorie-Archiv: Amsterdam

Kurztrip

Musik: Stephan Bodzin – Sonnenwind

Der Winter ist vorbei (zumindest hier im Rheinland), aber bis zum Sommer(-urlaub) isses noch weit hin. Also? Kurztrip!
Und so gings Montag früh, viel zu früh für nen Urlaubstag, mitm Zug nach Amsterdam. Wettermäßig war Sonne angekündigt, aber bis Utrecht war davon nix zu sehen. Alles grau-in-grau. Kaum waren wir gegen Mittag in Amsterdam angekommen, bricht die Wolkendecke auf, Sonne! Wenn das mal kein guter Urlaubsstart war 🙂
Am Bahnhof wollten wir dann erstmal die Tasche verstauen, weil wir erst ab um 2 ins Hotelzimmer konnten. Allerdings war nirgends ein Schließfach zu finden. Hm. Also Tasche mitschleppen. Weil wir aber einmal auf der Rückseite des Bahnhofs waren, sind wir bissl am Hafenbecken langeschlendert.

Das futuristische Gebäude im Hintergrund is das Filmmuseum, genannt „The Eye“. Dann gings quer durchs Hafengebiet, die ersten Tourifotos schießen 😉

Amsterdam besteht ja bekanntermaßen nich nur aus Hafen, also mal die Richtung gewechselt und ab gen Zentrum. Überhaupt sind wir die knapp 3 Tage ziemlich viel durch die Stadt gelaufen, immer schön im Zickzack zwischen den Grachten lang. Man kann also sagen, wir kennen die Grachten nun.
Was man allerdings nich behaupten kann, is, dass ich mich auskenne…ohne Karte und wegweisenden Anhang…hm, ich glaub, ich wär noch nich wieder in D 😉

Dienstag standen dann nach dem leckeren Frühstück im Café Van Zuylen Van-Gogh-Museum und Albert-Cuyp-Markt aufm Programm. Das Museum war ganz ok, auch wenn ichs mit 14Eur Eintritt etwas überteuert fand. Aber bei Kunst scheiden sich ja bekanntlich die Geister.

Die Infos zu den Bildern und seinem Leben fand ich interessant. Die anwesenden Schulklassen, die scheinbar hin mussten, wenn sie schon mal in Amsterdam sind, fanden das nich. Aber wir waren ja alle mal jung und hatten andere Interessen ;-D
Vom Alvbert-Cuyp-Markt war ich ziemlich enttäuscht. Im Reiseführer wurde es als der Markt in Amsterdam angespriesen. So war ich in freudiger Erwartung von Wochenmarktflair, Obst- und Gemüseständen, Blümchen, Käse, etc. Was gabs? Massenhaft Klamottenstände, die mich an unsere Asia-Marktstände daheim erinnern, abwechselnd mit Fischständen, die man schon von Weitem gerochen hat und diversen anderen Spittelständen. Naja, schnell mal durchgeschnickert und das nächste Café gesucht.
Allerdings verstehen die Amsterdamer unter Café offenbar nicht das, was ich darunter verstehe – dort gibts weniger verschiedene Kaffeesorten, Kuchen und dergleichen, sondern Bier, herzhaftes Essen und vielleicht, wenn man Glück hat, auch mal Kaffee und Kuchen. Irgendwann hatten wir aber doch Glück und eine lokale Kaffeekette gefunden, die uns die 3 Tage mit heißer Schokolade und Apfel- bzw. Käsekuchen versüßt hat. Wortwörtlich:

Mittwoch war Abreise, allerdings erst halb 5. Also noch 6 Stunden Zeit vom Auschecken bis zum Zugfahren. Frühstück gabs diesmal im Greenwood, sehr gemütlich. Weils sich unsere Füße so langsam förmlich abgelaufen hatten und auch sonst alles gegen weiteres durch-die-Stadt-latschen war, gabs ne Grachtentour. Diesmal im Böötchen. Sehr angenehm. Vor allem, weil wir die einzigen Gäste waren 🙂 Die Infos zu den Kanälen und Häusern ringsum gabs per Lautsprecher auf deutsch, nur das Wetter war nich so fototauglich. Immerhin bliebs trocken, von oben und unten 😉

Anschließend gabs noch ne Teepause im Café, bevors Richtung Bahnhof ging.

Alles in allem schöne 3 Tage, die uns viel länger vorkamen. Wobei 3 Tage für „Inner-Amsterdam“ auch für mich völlig ausreichend waren. Für größere Touren könnte man sich auch n Fiets ausleihen und landestypisch durch die Gegend radeln 😉


Pünktlich zur Heimreise gabs Sonne und angekündigte gefühlte 20 Grad für die nächsten Tage im Rheinland. Wenn das keine schicken Aussichten für unsere verbleibenden 2 Urlaubstage zuhause sind 🙂